Google Analytics 4: die wichtigsten Infos zur neuen Analytics-Version

Simon Mathis

Partner

Für alle, die jetzt Angst haben, dass ihr Tracking nicht mehr richtig funktioniert, können wir direkt Entwarnung geben: Google lässt uns auch weiterhin mit dem bekannten Universal Analytics arbeiten. Dennoch macht es Sinn, sich bereits jetzt mit Google Analytics 4 zu beschäftigen.
Warum Sie sich bereits heute um einen Umstieg auf GA4 kümmern sollten

Universal Analytics (oder eben nun Google Analytics 3) kann noch wie gewohnt weiterverwendet werden. Dennoch sind aber die letzten Tage angebrochen. Google wird ab sofort die Weiterentwicklung einstellen und KEINE Updates mehr veröffentlichen. Alle Kräfte werden nun für die Weiterentwicklung des neuen Analytics 4 gebündelt.

Auch können Ihre alten Daten nicht in die neue Analytics 4 Property exportiert werden. Das bedeutet, Sie sollten bereits früh mit der Datensammlung in Analytics 4 beginnen, um später in der Lage zu sein, Datumsvergleiche anstellen zu können.

Warum Sie Ihre alte Universal Analytics Property vorerst behalten sollten

Der Abschied von Universal Analytics ist gewiss. Trotzdem sollten Sie nun nicht alle Ihre Aufmerksamkeit auf Analytics 4 richten. Google hat zwar das Beta aus dem Namen weggenommen, dennoch ist Analytics 4 noch weit von “production ready” entfernt.

Es kommen täglich neue Funktionen hinzu. Einige bereits bekannte Funktionen aus Universal Analytics fehlen allerdings noch gänzlich, was einem generellen Einsatz derzeit noch entgegensteht. Google wird hier in nächster Zeit sicher noch nachbessern, bis dahin verlassen wir uns lieber auf unsere bekannten Reports aus Google Analytics 3.

Was sich für Sie bei Ihrem Website-Tracking ändert: User im Mittelpunkt

Vor allem Events und Conversions wurden von Google grundsätzlich überarbeitet und können/sollten nicht ohne weiteres von Universal Analytics übernommen werden. Im Tracking–Konzept stehen nun nicht mehr die Sessions im Vordergrund. Viel mehr rückt jetzt der User mit seinen Interaktionen auf Ihrer Website ins Rampenlicht.

Daher macht es auch Sinn, dass ab sofort auch Seitenaufrufe als eigene Events gesammelt werden. Die bekannten Parameter Event–Kategorie, Event–Aktion und Event–Label sind durch Event–Name, Event–Parameter und User–Properties ersetzt worden. Einem Event kann nun eine viel größere Anzahl an Variablen übergeben werden, was es uns ermöglicht, Interaktionen generalistischer zu erfassen und später dann auf Report–Ebene zuordnen zu können.

Welche neuen Analysemöglichkeiten bieten sich mit Analytics 4?

Ganz neu gibt es nun die Möglichkeit sich Berichte und Trichteranalysen komplett individualisiert zusammenzubauen. Unter dem Punkt “Analysen” –> “Hub des Analysetools” finden Sie bereits jede Menge Vorlagen, mit denen Sie Ihre Websitebesucher besser verstehen können. Wem dies nicht genug ist, kann sich Reports nun von Grund auf neu zusammenstellen. Wir helfen Ihnen gerne bei Fragen rund ums Thema Reporting und Kundenanalyse. Erste Anhaltspunkte, welche Metriken Sie unbedingt beachten müssen, gibt unser Blog-Beitrag, der Ihnen die sieben wichtigsten KPIs im Digital Marketing vorstellt.

(https://www.towa-digital.com/blog/sieben-metriken-um-digitalen-erfolg-zu-messen/)

Was es mit dem neuen Debug-Modus auf sich hat

Der Debug–Modus gehört vielleicht zu den spannendsten Neuerungen bei Analytics 4. Er ermöglicht uns, alle Events und Interaktionen, die mit geöffnetem Preview-Modus durchgeführt werden, in Echtzeit zu verfolgen. Das bedeutet: Wir können nun noch besser und genauer die korrekte Funktionsweise der verschiedenen Events und Trigger debuggen. So haben wir Sicherheit, dass Ihre Daten korrekt aufgezeichnet werden und Sie können die Funktionsweise noch besser nachvollziehen.

Analytics und der liebe Datenschutz

Die Begriffe DSGVO und Analytics respektive Google wollen nicht so richtig harmonieren. Seit Einführung der DSGVO gibt es weitreichende Diskussionen und unzählige Blog Posts, die sich mit dem Thema DSGVO–konformes Tracking beschäftigen.

Auch wir befassen uns intensiv mit der Thematik, um unseren Kunden datenschutzkonforme Lösungen anbieten zu können. Google verspricht nun, sich diesem Thema anzunehmen. Einerseits soll es durch machine learning ermöglicht werden, “fehlende Daten” zu antizipieren und andererseits Analytics 4 komplett ohne Cookies einzusetzen. Dies macht zwar nicht jedes Tracking-Setup automatisch DSGVO–konform, dennoch sehen wir dies als Schritt in die richtige Richtung an.

Festzuhalten bleibt, dass ein datenschutzkonformes Tracking immer noch mit manuellen Anpassungen verbunden ist und auch weiterhin ein großes Thema bei der Implementierung von Tracking-Setups bleiben wird.

Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick

  1. Daten können jetzt plattformübergreifend getrackt werden

  2. GA3-Daten können nicht in Analytics4 importiert werden

  3. Es gibt jetzt automatisch generierte Events

  4. Events können in Google Analytics aufgesplittet werden

  5. Machine learning hilft uns dabei, den Kunden zu verstehen und fehlende Daten “aufzufüllen”

  6. Neue Berichte und Analysemöglichkeiten

Wie es nun weiter geht

Analytics 4 ist die Zukunft des Web Trackings. Google veröffentlicht beinahe täglich Updates und neue Funktionen, daher empfiehlt es sich bereits frühzeitig umzusteigen und sein Tracking-Setup entsprechend anzupassen, um für den Tag X bereit zu sein, an dem Google Universal Analytics abstellen wird. Dies wird zwar nicht in den nächsten Monaten passieren, aber ein solcher radikaler Umstieg sollte nicht unterschätzt werden und benötigt seine Zeit.

Darüber hinaus lohnt es sich regelmäßig unseren Blog zu lesen, hier erfahren Sie alles über die neuen Funktionen von Analytics 4

Wer sich die offizielle Medienmitteilung von Google durchlesen möchte, wird hier fündig: https://blog.google/products/marketingplatform/analytics/new_google_analytics/