16.10.2017

Anja Lämmel

Lange galt LinkedIn als die „Wichtigste“ aller Plattformen für den B2B Bereich. Doch Facebook zieht nach und passt seine Paid-Advertising Möglichkeiten an die Bedürfnisse der Werbetreibenden an: Neue, innovative Features, Targeting-Möglichkeiten und Formate, sprechen auch B2B-Unternehmen und Publisher an.

Die Gegensätzlichkeit der Social Media Kanäle LinkedIn und Facebook und ihre Rolle im B2B Marketing-Mix.

Da LinkedIn das größte globale Business-Netzwerk ist, wird B2B Unternehmen im Allgemeinen empfohlen, auf dieser Plattform aktiv präsent zu sein. Aber für viele Marketingspezialisten stellt Facebook mittlerweile einen ebenso wichtigen B2B Werbekanal dar.

 

Denn Facebook kann mit knapp 2 Milliarden Nutzern eine deutlich größere Reichweite vorweisen als LinkedIn mit seinen 450 Millionen Usern. Dennoch ist LinkedIn als Geschäfts-relevantere Plattform im B2B Kontext (scheinbar) zuverlässiger. Besonders die Targeting-Möglichkeiten hinsichtlich Beruf, Arbeitgeber, Branchen, Job-Titel usw. sind hilfreich, um spezifische Zielgruppen in einem Unternehmenskontext anzusprechen.

 

Die durchschnittliche Engagement Rate ist im Vergleich mit Facebook wesentlich kleiner: Nur 2,5% aller Inhalte werden geshared. Darüber hinaus muss der Advertiser mit einem mindest Mediaspend von 20€ – 30€ pro Ad-Set rechnen und der durchschnittliche TKP für ein sponsored Ad im Newsfeed des potentiellen Kunden liegt schnell mal bei über 10€.

 

Facebook dagegen konzentrierte sich in der Vergangenheit eher auf Konsumgüter und fokussierte eher den lockeren Musik-, Video und Fashion-Bereich. Zunehmend werden nun aber die Inhalte als auch Werbemöglichkeiten Business-spezifischer. Zwar kann man hier noch lange keinen Vergleich zu LinkedIn ziehen, aber aufgrund der Targeting-Möglichkeiten, der massiven Reichweite, sowie der Auswahl an Werbeformaten und der nach wie vor weitaus geringeren TKPs, verbunden mit einem effizienteren Optimierungsalgorithmus, ist es kein Wunder, dass Werbetreibende auch im B2B Bereich Facebook zusehends als relevante Werbeplattform nutzen.

Dieses Beispiel zeigt die Lead Kampagne eines B2B Kunden, welche sowohl auf Facebook als auch auf LinkedIn durchgeführt wurde. Die Unterschiede zwischen dem LinkedIn Lead-Gen-Form und dem Lead-Ad welches über Facebook ausgesteuert wurde, liegen klar auf der Hand. Während der Lead auf LinkedIn >16 Euro kostet, liegt der Preis auf Facebook für einen Lead bei knapp 3 Euro. Doch was ist der jeweilige Lead wert? Um das zu beurteilen müssen alle verkaufs-relevanten Steps auf der Website, im CRM System des Kunden usw. getrackt werden.

 

Fazit

Facebook wirkt auf seine Nutzer wie ein Netzwerk, das völlig von ihrem Arbeitsleben getrennt ist, aber das ist es schon lange nicht mehr.
Wie auch LinkedIn kann auch Facebook eine wachsende Anzahl an Berufsgruppen, welche getargetet werden können, vorweisen, in denen sich B2B-Unternehmen positionieren positionieren und mit den Nutzern interagieren können. Auch Facebook ist damit eine Informationsplattform, auf der sich die User beraten lassen, geschäftsrelevante Inhalte finden und persönlichen Tipps von Branchenkennern bekommen.

Fragen zu LinkedIn, Facebook oder generell Social Media? Ich freue mich.

Anja Lämmel

Director Digital Marketing

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