First Party Data: Ein wertvolles Gut im B2B-Marketing

Jack Streatfeild

Senior Data Scientist

Wenn es um B2B Marketing geht, ist First Party Data unerlässlich. Nur mit zuverlässigen und aktuellen Daten können Unternehmen ihre Kunden wirklich gut kennenlernen und gezielt ansprechen. Doch was genau ist First Party Data eigentlich? Wir erklären es Ihnen!
Was ist First Party Data?

First Party Data sind Daten, die von Ihrem eigenen Unternehmen gesammelt werden. Im Digitalen sind das zum Beispiel: Website-Besucherdaten, CRM-Daten oder E-Mail-Adressen von Newsletter-Abonnenten. Allerdings steckt hinter First Party Data viel mehr Potenzial, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Denn diese Daten sind nicht nur für Sie selbst äußerst wertvoll, sondern können beispielsweise auch für Kampagnen auf anderen Plattformen wie Facebook- oder Google eingesetzt werden.

Noch mehr: Da große Plattformen wie Google und Facebook ihre Daten immer weniger zur Verfügung stellen, müssen Unternehmen anfangen ihre eigenen Datenbanken aufzubauen.

Wie kann First Party Data generiert werden?

In den meisten Fällen wird First Party Data durch die Interaktion der Kund:innen mit dem Unternehmen generiert. Dies kann online oder offline geschehen. Zum Beispiel müssen Kund:innen ihre Kontaktdaten angeben, wenn sie ein Produkt erwerben, eine Umfrage ausfüllen oder sich für einen Newsletter oder ein Webinar anmelden. Sie können aber auch Online-Quizzes oder Umfragen erstellen und so relevante Informationen über Ihre Zielgruppe sammeln und diesem im Austausch relevantere, auf sie zugeschnittene Informationen anbieten. Ein beliebtes Format sind auch Whitepaper, die konkrete Painpoints auflösen oder zeigen, wie man mit aktuellen Herausforderungen umgeht.

Zusätzlich kann die Nutzung von Unternehmens-Websites und -Apps zur Generierung von First Party Data beitragen. Dabei werden Daten wie die IP-Adresse, die aufgerufenen Seiten oder die von Kund:innen eingegebenen Suchbegriffe erfasst.

Welche Ziele können mit First Party Data erreicht werden?

Einfach nur zu sammeln, reicht nicht. Wichtig ist immer vorab zu wissen, was man mit den Daten anstellen will. Diese Ziele können sehr vielseitig sein und müssen sich nicht immer nur auf das Marketing beziehen. In unserem Beitrag hier wollen wir aber vor allem die zwei wichtigsten dieser Ziele unter die Lupe nehmen: Lead-Generierung & Kundenbindung.

Lead-Generierung

Dies geschieht in der Regel, indem Unternehmen ihre First Party Data mit externen Datenquellen kombinieren, um so ein besseres Bild ihrer Zielkunden zu bekommen. Diese Kombination ermöglicht es dann, die richtigen Botschaften an die richtigen Menschen zu senden und so neue Leads anzusprechen.

Kunden-Bindung

Andererseits können die Daten auch dazu verwendet werden, um bestehende Kund:innen besser zu verstehen, zu segmentieren und so gezielter anzusprechen. Mit der Datenanalyse können Unternehmen z.B. herausfinden, welche Bedürfnisse ihre Kund:innen haben und welche Produkte oder Dienstleistungen für sie interessant sein könnten. Sie können Käufe prognostizieren oder den Kund:innen einfach zeigen, dass man sich hier um ihn kümmert. Egal ob relevantere Angebote oder einfach nur die persönliche Ansprache, beides trägt dazu bei die Kundenbindung zu stärken.

Beispiel Penta-Hotel Wien: Persönlich, handgeschrieben und mit dem „zurück“ wird klar, dass sie wissen, dass man schonmal bei ihnen übernachtet hat.

Fazit: First Party Data ist ein unverzichtbarer Bestandteil des B2B Marketings

Mit einer First-Party-Data-Strategie können Sie..

  • Ihre Kontakte besser verstehen und gezielter mit ihnen kommunizieren,

  • das Nutzererlebnis - auf der Grundlage von Vorlieben, Standorten und Kaufhistorie - verbessern sowie

  • Ihre Marketingkampagnen gezielt auf die Bedürfnisse und Interessen Ihrer Kund:innen ausrichten und so die Erfolgschancen Ihrer Kampagnen deutlich erhöhen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Daten, die Sie über Ihre eigenen Kunden und Kontakte haben, sind unersetzlich für die Planung und Durchführung erfolgreicher Marketingkampagnen.

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