Gerade für Unternehmen im Handwerksbereich ist es immer schwieriger, Lehrlinge zu bekommen. Besonders wenn diese Unternehmen auf dem Land ansässig sind, wird es noch schwerer. Wie also erreicht Böhler Fenster junge Menschen, die Lust haben, im Betrieb einen Beruf zu erlernen?
Wir bei TOWA haben es uns zum Ziel gemacht, die Teenager dort zu erreichen, wo sie sich nicht nur aufhalten, sondern auch wirklich wohlfühlen. Und das muss zwangsläufig über die sozialen Medien geschehen. Doch auch dort gibt es passende und weniger passende Kanäle, weshalb wir zuerst eine Auswahl treffen mussten.

Sichtbar sein, wo es Sinn macht
Für Böhler Fenster haben wir uns auf Instagram und – brandaktuell – auf TikTok fokussiert, da sich Jugendliche dort nachgewiesenermaßen am häufigsten, liebsten und längsten aufhalten.
Sichtbar sein allein reicht jedoch nicht. Die Jugendlichen sollten sich an das Gesehen erinnern und sich – im besten Fall – bei Böhler Fenster bewerben.
Um so viele Bewerbungen wie möglich zu sammeln, haben wir uns auf die Stärken der jeweiligen Plattform fokussiert und für Instagram und TikTok unterschiedliche Video-Assets kreiert.

Die Stärken der Plattform ausnutzen
Für die beiden Plattformen wurden unterschiedliche Videos erstellt:
Für Instagram haben wir klassische Advertisments für die Stories erstellt. Diese wurden mit Claims wie „Hier gibt es Windows statt Apple“ in jugendlichem Humor aufbereitet.
Auf TikTok haben wir uns auf die ungeschriebene Regel „Make TikToks not Ads“ berufen und klassische Situationen am Bau und in der Werkstatt humoristisch aufgearbeitet und diese Videos dann mit Budget als Ads ausgespielt.
Die inhaltliche Trennung zwischen den Assets der beiden Plattformen fand statt, weil es für die Performance unabdingbar ist, sich auf jeder Plattform auf das zu berufen, was funktioniert.
Während es User*innen auf Instagram der Plattform und dem veröffentlichenden Konto beispielsweise nicht übelnehmen, wenn sie mit Material im Ad-Format angesprochen werden und diese auch organisch ausgespielt werden, gilt auf TikTok die Regel, dass reine Ads auf der Plattform „nichts zu suchen“ haben.

Die Zahlen sprechen für sich
Die Ergebnisse auf beiden Plattformen haben die Herangehensweise bei der Erstellung der Videos absolut bestätigt.
Auf Instagram erreichten wir mit der Kombination aus organischem und bezahltem Content über 100.000 Menschen.
Auf TikTok waren die Ergebnisse noch besser: insgesamt 234.000 Personen haben wir mit den Videos erreicht.
Die Videos wurden insgesamt über 3.300-mal geklickt und sagenhafte 7.200-mal geliked! Beachtenswert für die Einordnung des Erfolges der Kampagne auf TikTok ist auch, dass dank des großartig funktionierenden Algorithmus der Plattform ein Großteil der Nutzer in Vorarlberg angesprochen werden konnte – und das, obwohl es derzeit noch nicht möglich ist, Ads auf Bundesland-Ebene auszuspielen. Durch unzählige Kommentare unter den Videos konnte der Algorithmus lernen, dass die Videos vor allem für diese Region relevant sind, und hat diese dort priorisiert. Das alles hat sich auch wieder positiv auf die Reichweite ausgewirkt. Gemessen an Vorarlberg-Standards, könnte man sagen: Diese Kampagne ist viral gegangen!
Unser Fazit
Die Antwort auf die Frage, wie Böhler Fenster junge Menschen erreicht wäre damit gefunden. Mit den Ads ist es uns gelungen, die richtige Zielgruppe zu erreichen und von dieser gesehen zu werden.
Außerdem wurden mehr Bewerbungen als zuvor registriert: Die Anzahl der Schnuppertag-Anmeldungen konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht nur erhöht, sondern durch die Kampagne sogar verdoppelt werden. Damit haben wir auch das Hauptziel erreicht.
Dieses Projekt zeigt, wie wichtig es ist, die Zielgruppe auf den richtigen Kanälen anzusprechen. Auch wenn es am Anfang unkonventionell scheint - neue Ansätze können den entscheidenden Durchbruch bringen.
Nutzen Sie die Vorteile von Social Media!
