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Digital Tourism: Die Trends 2017

Was erwartet uns im neuen Jahr?

TOWA Mitarbeiter Johannes Terler

Written By
Johannes Terler


| 5 Min. Lesezeit

Der Umbruch und die Digitalisierung in der Tourismusbranche halten auch 2017 weiter an.

Während auf der einen Seite die Entwicklungen der letzten Jahre voranschreiten, gibt es auf der anderen Seite neue Entwicklungen, welche den Tourismustreibenden neue Möglichkeiten und Chancen bieten.

Wir haben uns die wichtigsten Trends für die Tourismusbranche genauer angeschaut.

Die Digitalisierung schreitet weiter mit einem rasanten Tempo voran. In allen Lebensbereichen treffen wir auf neue, disruptive Veränderungen. Diese Entwicklung hält auch im Jahr 2017 an und betrifft unter anderem die Art und Weise, wie Reisen und Urlaube geplant, gebucht und verbracht werden. Ein Blick auf die neuersten technologischen Errungenschaften und Trends zeigt, wo sich hier neue Möglichkeiten für die Tourismusbranche erschließen.

User sträuben sich, neue Apps zu installieren, wenn sie deren direkten Mehrwert nicht sofort erkennen können.

Johannes Terler,
Digital Consultant

1. Bots lösen Apps ab

Bis vor kurzem waren Apps noch das Maß aller Dinge, um mit Konsumenten digital in Kontakt zu treten und die Reiseorganisation zu vereinfachen. Doch die goldenen Zeiten der Reiseapps scheinen so gut wie vorüber. Wie neueste Studien zeigen, benutzen die meisten Menschen kaum mehr als fünf Apps wirklich dauerhaft. User sträuben sich, neue Apps zu installieren, wenn sie deren direkten Mehrwert nicht sofort erkennen können.

Dem entgegenlaufend gibt es einen immer stärker werdenden Trend hin zur Verwendung von Messaging-Apps wie WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram oder WeChat. Laut einem Artikel von Business Insider Intelligence werden Messaging-Apps im Schnitt neun Mal täglich geöffnet, alle anderen Apps zusammen genommen nur zwei Mal pro Tag. Dadurch entwickeln sich Messaging-Apps immer mehr zu regelrechten Plattformen, die neben den primären Chat- und Call-Funktionen auch Services von Drittanbietern inklusive Buchungs- und Bezahlfunktionen anbieten.

Mit dem Voranschreiten der Text-basierten Robotertechnologie haben im Jahr 2016 zahlreiche Unternehmen, allen voran Branchengrößen wie Facebook oder Microsoft begonnen, Messaging-Bots im großen Stile vorzustellen und einzusetzen. Diese sollen die menschliche Arbeit im Bereich der Informations- und Organisationsbeschaffung entlasten – ein automatischer Infoschalter, wenn man so will.

Für die Tourismusbranche eröffnen sich dadurch ganz neue Möglichkeiten, um mit ihren Gästen einfacher und personalisierter zu kommunizieren. Im Gegensatz zu einer App muss der Bot nicht erst installiert werden. Nach einer Konversation ist der Gast auch ohne Login wiedererkennbar und kann proaktiv angesprochen werden. Große Reiseanbieter wie KLM Airlines oder das Online-Reisebüro Kayak nutzen bereits Bots. Der Einsatzbereich reicht dabei von digitalen Reisebegleitern bis hin zu Instrumenten für Kundendienst und Self-Services. Auch erste Hotelketten testen bereits Bots als Unterstützung für ihre Rezeptions- und Concierge-Dienste.

 

2. Digitale Assistenten für jedermann

Durch das sogenannte maschinelle Lernen, welches auch als Basistechnologie für die Entwicklung von Chatbots gilt, kommt es aktuell auch zu neuen Durchbrüchen in der Bild-, Objekt- und Spracherkennung. Digitale Assistenten wie Siri (Apple), Cortana (Microsoft), Alexa (Amazon) oder Allo (Google) sind längst in unseren Taschen und Wohnzimmern angekommen.

Dadurch entsteht eine komplett neue Dialog-Kultur mit digitalen Assistenten. Dieser Trend zeigt eindeutig auf, dass in Zukunft immer seltener textbasierte Sucheingaben stattfinden werden, sondern mittels Spracheingaben gesucht werden wird. Systeme wie Amazon’s Echo oder Google’s Home erlauben es Drittanbietern bereits heute, ihre jeweiligen Services zu integrieren. Somit können digitale Einkäufe und Buchungen komplett ohne das Verwenden von Texteingabe, sprich allein durch Sprachanweisungen von der Couch aus getätigt werden.

Forscher wie Scott Galloway gehen sogar soweit zu behaupten, dass diese Entwicklung ein Ende der Brand-Ära bedeutet, denn am Ende gewinnt der Komfort. Die Marke hinter einem Produkt wird seiner Aussage nach in vielen Bereichen stark an Bedeutung verlieren. In den Vordergrund rückt der unkomplizierte und bequeme Bestellvorgang.

Für Tourismusunternehmen bedeutet diese Entwicklung, sich folgende Fragen stellen zu müssen: Wie können wir uns das neue digitale Ökosystem zu Nutze machen und unsere Services dort integrieren? Wie muss zum Beispiel ein digitaler Assistent in einem Hotelzimmer oder einer Tourist Information funktionieren, um unseren Gast zu begeistern?

3. So fern und doch so nah – dank VR/AR

Im Jahr 2016 gab es im Bereich der Virtual Reality und Augmented Reality starke Weiterentwicklungen. Einerseits durch den Release neuer und besserer Hardware Produkte (Oculus Rift, HTC Vive), andererseits auch beim Angebot des zur Verfügung stehenden Contents.

Dabei gibt es einerseits den Bereich virtueller Welten in Form von 3D Illustrationen, der neben dem Gaming-Bereich vor allem stark im Bereich der Industrie forciert wird (Virtuelle Showrooms, Machine Maintenance Training, etc.). Andererseits den – für den Tourismus um einiges spannenderen Bereich – der 360° Foto- und Videoaufnahmen.

Nachdem die Technologie zur Erstellung dieser immersiven Bildaufnahmen immer günstiger wird, werden 360° Aufnahmen für den Massenmarkt zugänglich. Das ermöglicht zum Beispiel, dass der Gast bereits vor der Buchung den Urlaubsort virtuell begehen und erleben kann. Tourismusunternehmen können so Reisedestinationen auf eine völlig neue und besonders wirkungsvolle Weise inszenieren.

 

4. IoT erreicht den Reisemarkt

Wenn man vom Internet-of-Things (IoT) spricht, denken viele in erster Linie an intelligente Kühlschränke, die automatisch Milch nachbestellen, bevor diese verbraucht ist, oder Lichtsysteme, welche die Beleuchtung beim Betreten eines Raumes automatisch entsprechend der Bewohnerpräferenz anpassen. Ja, diese Systeme gibt es bereits, aber das IoT ist längst auch am Reisemarkt angekommen.

Etablierte Produkte und Geschäftsmodelle werden von disruptiven Start-Ups heftig unter Beschuss genommen. Da gibt es zum einen intelligente Gepäckservices über vernetzte Koffer, digitale Zugangssysteme oder auch Indoor-Navigationsmodelle. Mit Hilfe der Beacon-Technologie lassen sich Produkte steuern und nachverfolgen. Das bietet natürlich auch im Marketing ganz neue Möglichkeiten: So können Nachrichten personalisiert und lokationsbasiert ausgespielt werden. Das ermöglicht Hotels oder Destinationen völlig neue Gelegenheiten, um mit Gästen proaktiv in Kontakt zu treten.

 

Smartphone und iPad

2017 wird (wieder) ein Jahr der Veränderungen

Es wäre wohl vermessen zu sagen, dass im Jahr 2017 alles anders wird. Aber es gibt eindeutige Trends, die sich im neuen Jahr weiter verstärken und flächendeckender zum Einsatz kommen werden. Der digitale Zug mit all seinen neuen Chancen und Möglichkeiten gewinnt weiter an Geschwindigkeit. Wer jetzt nicht aufspringt, wird bald in der Bedeutungslosigkeit versinken.

TOWA Mitarbeiter Johannes Terler

Johannes Terler

Digital Consultant

Digital Consultant, Spezialist für die Bereiche Tourismus & Hotellerie: Kundenberatung, Business Development sowie die Leitung des Projektmanagements.
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