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Co-Working unter Palmen

Fazit eines Selbstversuches als digitale Nomaden

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TOWA Mitarbeiter Florian Wassel

Written By
Florian Wassel


| 5 Min. Lesezeit

Wir arbeiten im Digital Business. Das bedeutet unter anderem, dass wir zum Erbringen unserer Leistungen neben unserem Grips im Grunde nur 2 Werkzeuge benötigen: Einen Laptop und eine Internetverbindung. Das ermöglicht ein völlig ortsunabhängiges Arbeiten.

Und somit haben fünf Kollegen den Entschluss gefasst, eine Idee in die Tat umzusetzen und sich Anfang Januar für 2 Wochen in ein tropisches Coworking Camp in Thailand zurückgezogen. Wie lässt es sich nun wirklich als digitaler Nomade leben?

Einfach mal weg – wie funktioniert das?

Der Begriff “CoWorking” ist im Jahr 2017 bestimmt kein Neuer mehr. Mit der Revolution des Internets und der Entstehung des digitalen Business hat sich auch weltweit eine Schar an selbstständigen Fachleuten entwickelt, die schnell bemerkt hat, dass es zur Leistungserbringung eigentlich nicht viel mehr als Laptop und Internet benötigt. Und so wurde die große weite Welt zum neuen Arbeitsplatz.

Als Digitalagentur mit 30 Mitarbeitern, arbeitet man natürlich in einem komplett anderen Umfeld als ein Freelancer und hat auch andere Verantwortungen und Abhängigkeiten in der Projektarbeit. Deswegen bedarf es bei so einem Versuches auch etwas mehr an Vorbereitung und Abstimmung. Vom Zeitpunkt her zum Beispiel wussten wir, dass eine Umsetzung nur Anfang des Jahres möglich ist. Und auch bei der Dauer wollten wir uns erstmal auf 2 Wochen beschränken – lang genug um eine authentische Erfahrung zu erhalten aber auch nicht zu lange geografisch entfernt vom operativen Geschäft. Und warum der ganze Aufwand? Bloß aus Selbsterfahrung? 

Ein Grundpfeiler der Philosophie von TOWA ist der holistische Blick auf die sogenannte Work-Life-Balance.

Florian Wassel,
Management

Dazu gehört unsere “Open Vacation Policy”, die Möglichkeit des Home-Office-Arbeiten und eben auch sich einmal im Jahr einen Tapetenwechsel zu unterziehen, und unsere eigenen vier Wände in Bregenz mit anderen vier Wänden auf der Welt auszutauschen. Jeder Mitarbeiter hat diese Möglichkeit, es gelten dafür nur ein paar einfache Grundregeln.

 

Unsere 5 Regeln

  1. 01

    CoWorking Space

    Es wird ein professionelles Arbeitsumfeld erwartet. Hierzu gehört ein Arbeitsplatz, eine schnelle Internetverbindung und wenn möglich der Anschluss zu anderen Co-Workern. Arbeiten im Cafe oder am Strand ist nicht gewünscht.

  2. 02

    3 Wochen Aufenthalt

    Der maximale Aufenthalt beträgt 3 Wochen. Grund dafür ist die Zusammengehörigkeit zum Team sowie die Projektorganisation.

  3. 03

    Verbindung mit Urlaub

    Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit zum 2+1 Aufenthalt. Dies bedeutet 2 Wochen Co-Working in Verbindung mit einer Woche Urlaub.

  4. 04

    Tapetenwechsel

    Ziel des Co-Working ist es einen Tapetenwechsel zu bekommen, um den Kopf frei zu kriegen und Inspiration zu gewinnen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, dass Co-Working nur im nicht deutschsprachigen Ausland möglich ist.

  5. 05

    Gemeinsam

    Um sich gegenseitig motivieren zu können oder im Ernstfall Hilfe zu bekommen. Ins Co-Working sollte es immer mindestens zu zweit gehen.

Die Zusammenarbeit

Die Zeit vor Ort wird als Arbeitszeit gemessen, d.h. jeder Mitarbeiter hat seine 40 Stunden pro Woche zu erfüllen und muss für das operative Geschäft zumindest erreichbar sein. Im Vorfeld muss jeder Mitarbeiter Arbeitspakete definieren, die er während der Zeit im Co-Working erfüllen möchte und diese mit seinem Teamleiter absprechen. Hierbei sollen vor allem strategische Inhalte im Vordergrund stehen und Aufgaben, für die unterm Jahr oft wenig Zeit bleibt.

Und so machten sich schließlich Florian, Marko, Julian, Markus und Johannes als erste Pioniere von TOWA auf, um im Selbstversuch das Experiment Co-Working in einem Co-Working Space in Thailand auszuprobieren.

 

Co-Working Agentur Vorarlberg

Arbeiten unter Palmen – die totale Ablenkung?

Am Blatt Papier hört sich eine Idee ja erstmal immer nicht so schlecht an. Aber interessant wird es erst, wenn diese in Praxis umgesetzt wird. Oder um es mit Gary Vaynerchuk zu sagen: “Ideas are shit – execution is the game” Der größte Zweifel an dem Experiment liegt sicher daran, ob man denn in dieser idyllischen Umgebung zwischen Palmen und Sandstrand überhaupt produktiv arbeiten kann? Wie funktioniert da die Gruppendynamik und wie verzichtbar ist man für das Team zu Hause? 

Co-Working bedeutet Community. Das ist etwas was wir ganz schnell lernten, als wir im KoHub Co-Working auf der Insel Ko Lanta in Süd-Thailand ankamen. Alles wirkte sehr familiär, sehr auf Austausch und Gemeinschaft aufgebaut – jedoch jenseits von steifer Networking-Event-Stimmung. In Boardshorts, Flip Flops und T-Shirt kommt man einfach ganz ungezwungen ins Gespräch und findet schnell Anknüpfungspunkte.

 

Co-Working Space Thailand

Insgesamt 60 Co-Workers aus allen Teilen der Welt befanden sich zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes im KoHub. Vom UX Designer aus London, zum selbständigen Entwickler aus San Francisco bis hin zum Reiseblogger aus Japan. Der internationale Spirit liegt hier definitiv täglich in der Luft.

Außerdem merkten wir schnell, dass auch die Infrastruktur alle Erwartungen erfüllt. Allen voran eine leistungsstarke Internetverbindung, genügend Arbeitsplätze im Freien oder in klimatisierten Innenräumen, perfekten Essenservice und viele nette Menschen die täglich um dein Wohl bemüht sind.

Aufgrund der Zeitverschiebung haben wir unser Tage so geplant, dass wir uns am Vormittag auf die Aufgaben in den zuvor definierten Arbeitspaketen konzentrieren und am Nachmittag nach Bedarf für Fragen und Abstimmungen aus dem Büro in Bregenz zur Verfügung stehen. Zwischendurch und danach ist selbstverständlich ein kurzer Sprung ins Meer nicht verboten, wenn es schon mal vor der Haustür liegt. In Bregenz macht man schließlich auch einmal eine Pause.

 

Agentur Coworking Digital Nomads

Bereits nach den ersten Tagen merkten wir, wie gut diese Einteilung funktioniert und wie produktiv wir arbeiten konnten. Natürlich gehört dazu auch ein Portion Selbstdisziplin, aber gerade im Team kann man sich gegenseitig sehr gut pushen und motivieren. Und so entstand dabei zwischen uns fünf eine ganz besondere Dynamik. Auch aufgrund der kurzen Kommunikationswege konnten Herausforderungen effizient gelöst werden.

Interessant war auch die Wochenend Erfahrung. So wartete am Samstag ein Bootstrip mit den anderen Nomaden auf uns. Nach einer Schnorchelstation und einem Besuch der Emerald Cave ging es zum Lunch nach Koh Hai. Am Sonntag ließen wir dann unsere Seele in einer verlassenen Bucht baumeln. Allzu oft vergisst man, dass digitale Nomaden auch ein Wochenende haben.

 

Digitale Nomaden TOWA Vorarlberg

Alles eitle Wonne – wo ist die Downside?

Zugegeben wir waren alle sehr begeistert von der Erfahrung und können diese definitiv als Erfolg verbuchen. Jedoch ist es auch klar, dass diese Art und Weise zu arbeiten sicherlich nicht pauschal für jeden geeignet ist. Man muss sich darauf einstellen, dass die Umgebung und die Vorraussetzungen anders sind als von Zuhause gewohnt. Abseits von Freunden und Familie hat man vielleicht nicht den super-luxuriösen Arbeitsplatz wie im Büro, perfekt ausgeleuchtet und temperiert. Wir hatten ausgesprochenes Glück mit dem Wetter und hatten gehört, dass während eines Sturmes kurz nach Jahreswechsel die gesamte Elektrizität für einen Tag weg war – auch das kann passieren. Aber wir denken mit der notwendigen Portion Flexibilität und Offenheit gegenüber Neuem kann diese Erfahrung nur gewinnbringend sein!

 

Co-Working Thailand

Fazit: Wir kommen wieder!

Nach etwas Reflektion steht für uns jetzt schon fest – das war definitiv nicht unser letzter Co-Working Trip. Wir schauen bereits nach einem spannenden Ziel für 2018.

Bei aller Liebe zum Reisen haben wir jedoch gelernt, dass die Heimat doch so einiges zu bieten hat und man sich von den Vorteilen einer digitalen Nomade nicht blenden lassen sollte. Und so lässt sich festhalten, dass bei allem Pioniergeist dennoch die Balance im Mittelpunkt stehen sollte. Und dafür ist ein zwischenzeitlicher Tapetenwechsel genau das Richtige.

TOWA Mitarbeiter Florian Wassel

Florian Wassel

Geschäftsführer

Gründer, Geschäftsführer und Marketer. Der studierte Betriebswirt, B.A. (Zeppelin Universität) ist verantwortlich für Strategie, Vertrieb, Personal und auch für Finanzen.
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