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Being a Remote Worker

Photo by Mia Baker on Unsplash
TOWA Mitarbeiter Maria Schneider

Written By
Maria Schneider


| 6 Min. Lesezeit

Seit fünf Monaten arbeite ich an einem Projekt, bei dem wir für einen großen, deutschen Konzern eine interne Wissensdatenbank entwickeln. Das Besondere daran: Ich habe den Großteil meines Teams noch nie persönlich zu Gesicht bekommen. Denn die Teamarbeit mit einer deutschen Partnerfirma läuft rein virtuell. Dieses Remote Working stellte alle Beteiligten gerade bei der Kommunikation vor neue Herausforderungen. Hier ein paar Eindrücke und Gedanken.

Die Digitalisierung ermöglicht es, weltweit verbreitet in einem Team zu arbeiten. Web Developer, wie ich, haben dafür natürlich optimale Voraussetzung, da wir nur einen Computer mit Internetanschluss benötigen. Wir sind nicht mehr an einen Ort gebunden, sondern können von nahezu überall aus arbeiten – von zu Hause oder auch als „digital Nomads“ von fernen Ländern. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Doch was braucht es damit ein Projekt über große Distanzen funktionieren kann?

Die Tools

Grundlegend für einen standortunabhängigen Austausch sind ein Chatprogramm und eine Plattform für Videotelefonie, wofür wir Google Hangouts und Slack verwenden. Google Hangouts ist eine Plattform für Videotelefonie – die Kommunikation läuft in virtuellen Meetingräumen. Slack vereinfacht die Teamkommunikation durch eigene Projektchannels, Direktnachrichten und auch ähnlich zu Skype mit Videotelefonie – Möglichkeiten um sich schnell untereinander auszutauschen.

Des Weiteren nutzen wir Cloud Plattformen, wie beispielsweise Invision, um Designabnahmen durchzuführen, Github oder Gitlab, um Code zu verwalten und Jira ist als Ticketingsystem in der Entwicklungsabteilung sowieso unabdingbar. Denn um auf dem neuesten Stand zu bleiben, muss jedes Teammitglied den Projektverlauf zu jeder Zeit einsehen können. Jira vereinfacht nicht nur Remote, sondern ebenso in der Arbeit vor Ort die Zusammenarbeit. Zeit kann durch eine einfachere Übergabe von Tasks und eine übersichtliche Darstellung eingespart werden. Im Idealfall ist also ein solches System schon vor Projektstart für jedes Teammitglied zugänglich.

Eingewöhnungsphase und Kommunikation

Egal ob remote oder nicht, zu Beginn braucht jedes Projektteam Zeit, sich einzuspielen. Es ist wichtig, sich auch sprachlich auf die anderen Teammitglieder einzustellen, gerade dann, wenn jeder eine andere Sprache oder auch einen anderen Dialekt spricht. Als direkte Kommunikationsplattform habe ich die Videotelefonie als sehr hilfreich empfunden. So konnten sich die einzelnen Teammitglieder nicht nur schreiben oder hören, sondern auch sehen. Trotz der technischen Möglichkeit braucht es ohne Face-to-Face Kontakt deutlich länger Zeit, sich kennen zu lernen, sich abzustimmen und sich zu vertrauen. Die Frage, ob und wie tief Vertrauen rein virtuell entstehen kann, bleibt bei mir noch offen. Förderlich ist, nach meiner Ansicht, auf jeden Fall eine freie, mitteilsame, direkte, jedoch respektvolle Kommunikation.

Ein klares Kommunizieren in virtuellen Teams ist essentiell, um Missverständnisse zu vermeiden. Am deutlichsten habe ich es bei schriftlichen Absprachen gemerkt. Um Fehler vorzubeugen und effizient zu arbeiten hilft eine gute Strukturierung. Informationen können mit Screenshots oder extra hervorgehobenem Code aufbereitet und durch Zusammenfassungen und Auflistungen auf den Punkt gebracht werden.

Wenn ich schon von Text spreche – wo ist in so einem Chat eigentlich das Lächeln, der genervte Blick oder auch mal das herzhafte Lachen? Naja… dafür gibt’s dann wohl Emoticons/Emojis oder, wie bei uns auch immer beliebter: Giphys. Bei Eingabe von “/giphy” wird dem Nachrichtenempfänger ein animiertes GIF übermittelt. Was dabei rauskommt, ist allerdings dem Zufall überlassen und hat schon für den ein oder anderen Lacher gesorgt.

via GIPHY

Projektplanung

Das Projekt wurde nach einer freien Interpretation von Scrum durchgeführt. Freie Interpretation deswegen, weil es durch gewisse Umstände nicht möglich war, komplett nach Scrum zu arbeiten. Scrum ist ein Projektmanagement-Modell für agile Projekte. Es gibt verschiedene Meetings, die den Ablauf regeln: Sprint Plannings, Daily Scrum, Sprint Reviews und Sprint Retrospektiven.

Plannings und Reviews wurden in Abstimmung mit dem Kunden eingesetzt, für die Zusammenarbeit im „Umsetzungsteam“ waren die Dailys wichtig. Retros gab es sehr wenige.

Dailys sind tägliche Meetings, bei dem das Projektteam zusammenkommt und jeder kurz einen Statusbericht über seine bereits gelösten und seine für diesen Tag geplanten Aufgaben gibt. Planmäßig wäre ein solches Meeting kurz. In unserem Fall ist es das ein oder andere Mal schon etwas länger gegangen, weil wir es gerade zu Beginn genutzt haben, um im virtuellen Team zusammenzufinden. Im Nachhinein betrachtet wäre es jedoch effektiver gewesen, von Beginn an nach jedem Sprint ein Retro durchzuführen.

Laut „Scrum“- Handbuch ist das Retro regelmäßig am Ende jeden Sprints und hat eine Länge von 45 Min. bis zu 3 Stunden. Es bietet einen geschützten Raum, um sich auszutauschen und bisherige Arbeitsweisen weiter zu verbessern – der optimalen Rahmen um sozialen Austausch zu fördern – und vielleicht gerade deshalb ein wichtiges Element im Remote Working. Ein wesentliches Learning für das nächste Projekt.

So… und nun zum Fazit

Remote Working ist eine tolle Möglichkeit, um mit Menschen aus anderen Firmen und/oder aus anderen Ländern in Kontakt zu kommen. Auch wenn wir in der schriftlichen Kommunikation menschliche Emotionen und Gefühle abbilden und auf Regungen reagieren können, kann für mich jedoch ein reales Treffen nicht virtuell ersetzt werden. Beispielsweise ist das Feiern eines Liveganges viel greifbarer, wenn alle zusammen darauf anstoßen und nicht nur ein Sektflaschen-Emoticon geteilt wird. Trotzdem war und ist das Projekt eine Erfahrung wert. Meiner täglichen Arbeit bringt die Digitalisierung viele neue Möglichkeiten, die es sich weiterhin zu entdecken lohnt.

TOWA Mitarbeiter Maria Schneider

Maria Schneider

Web Entwicklerin

Web und Frontend Developer
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