25.11.2016

Johannes Terler

Die Hotellerie wird durch den technologischen Fortschritt bis 2020 einen großen Wandel erleben.

Wie können wir diesen Zweig fit für die Vision „Internet of Things“ machen?

Wie werden der Wettbewerb und das Zukunftsgeschäftsmodell auf Basis der Smart Data aussehen?

Grant Thornton, eines der führenden globalen Netzwerke von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, hat in einer groß angelegten Studie untersucht, wie der Hotelgast 2020 Einfluss auf die Hotelbetreiber nehmen wird und zeigt dabei die großen Chancen und Herausforderungen in vier Kernpunkten auf.

Chancen und Herausforderungen

01

Personalisierung des Hotelerlebnisses

Der sogenannte „Millennial“ erwartet mehr denn je auf ihn zugeschnittene Angebote, die für sein optimales Hotelerlebnis dienen sollen. Mobiles Steuern der Lichter, Heizung und auch Erfrischungen. Wer dies bieten kann, wird die erste Wahl bei der Hotelsuche sein. Für die „Millennials“ ist es relevant, mit ihrem Smartphone ein- und auschecken zu können. Wird dieser Service angeboten, so sind 46% von ihnen motiviert wieder in das Hotel zurückzukehren. Was die Hotelrecherche betrifft, so haben 28% der Smartphone oder Tablet Besitzer ihr mobiles Gerät dafür herangezogen.

Snapchat bietet auch hier die Möglichkeit, Einblicke in eine neue potentielle Tätigkeit, eine Firma oder das Team zu bekommen. Bilder sind viel anschaulicher als eine lange Stellenbeschreibung. “Ein gutes Bild sagt viel mehr als tausend Worte”. Wie genau der Arbeitsalltag aussieht, dies vor allem interessiert die Millenials sehr.

02

Smart Data und die Spezialisten

Den geänderten Anforderungen wird zu wenig Beachtung geschenkt und so hinken viele Hoteliers in ihren Standards noch hinterher. Im Mittelpunkt aller Geschäfte stehen die Daten, die Smarten Daten. Durch besondere Spezialisten, wie Datenforscher, Sensor-Technologen und Social Media-Experten kann man die gesammelten Nutzerdaten auswerten, um so auf dem Markt bestehen zu können. Denn nur wer die Daten versteht, kann einen Mehrwert daraus schaffen.

30% der Hoteliers weltweit werden verstärkt Personal für den Bereich Social Media rekrutieren. Die Firma Accor hat ihr Budget auf 225.000.000 Euro aufgestockt, um die digitale Fitness und Erfüllung der Bedürfnisse bis 2018 weiter zu optimieren.

03

Der Marke mehr Wert verleihen

Online Reisebüros und Metasuchmaschinen sind die ersten Anlaufstellen für Reisende. Die eigene Marke des Hotels steht da eher im Hintergrund. Nach einer Umfrage würden 48% der Gäste die Hotel Website erst nach ihrer Ankunft besuchen.

„Smarte“ Hotels finden neue Wege ihrer Marke wieder mehr Wichtigkeit zu verleihen und sie mehr sprechen zu lassen, um mit dem Kunden in Verbindung zu bleiben. Aber zuerst einmal müssen sie herausfinden, was die eigentlichen Bedürfnisse der Gäste sind, um diese erfüllen zu können.

Für 79% der Hotelgäste ist der Preis das entscheidende Kriterium bei der Hotelwahl. Gerade bei 28% der Geschäftsreisenden ist die Distanz des Hotels zu ihrem geplanten Meeting ausschlaggebend.

04

Die Revolution des Geschäftsmodells

Die Bedrohung, die von Airbnb und anderen Konkurrenten ausgeht, ist real. Ende 2014 war Airbnb der Anbieter mit den meisten Zimmern. Die Website von Airbnb verzeichnete ein Wachstum von 343% der Besucherzahlen im Zeitraum zwischen Juni 2012 und Juni 2014. So bieten 99% aller Länder mindestens ein Zimmer bei Airbnb an. Die teuersten Hotelketten IHG und Starwood sind im Vergleich dazu nur in 52% aller Länder mit dabei.

Um 2020 am Markt noch konkurrieren zu können, müssen Hoteliers ihr Geschäftsmodell grundlegend überdenken. Sie müssen proaktiv an eine innovativere Preisgestaltung herangehen und mit strategischen Partnern zusammenarbeiten. Abwarten und zusehen, was am Markt passiert ist hier keine Option.

Zusammenfassung & Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Hotelindustrie 2020 den größten Bruch in ihrer langen Tradition erleben wird. Die sogenannten „Millennials“ haben großen Einfluss auf die Branche und ihre Bedürfnisse werden anspruchsvoller und zunehmend personalisierter.

Viele Hotels hinken hinterher und haben noch einiges nachzuholen, um auf dem Zukunftsmarkt konkurrenzfähig sein zu können. Aktives Handeln ist gefragt. Das eigene Geschäftsmodell sollte kritisch geprüft werden.

Besonderen Wert sollte hier auch auf die Nutzung der Smart Data sowie die Software-Spezialisten gelegt werden, um die Vision „Internet of Things“ real werden zu lassen. Grant Thornton glaubt, dass die Möglichkeiten unendlich sind, sich auf diese Veränderung gut vorzubereiten.

Die gesamte Studie: Hotels 2020: Welcoming tomorrow’s guests

Fragen zum Thema Smart Data? Ich freue mich.

Johannes Terler

Director Business Development

Digital Consultant, Spezialist für die Bereiche Tourismus & Hotellerie: Kundenberatung, Business Development sowie die Leitung des Projektmanagements.

Die B2B-Zielgruppe: Recherche- & Beschaffungsprozess

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