Was war das bitte für ein verrücktes Jahr? Wenn wir eines daraus gelernt haben, dann dass man im digitalen Marketing und Sales top aufgestellt sein sollte. Damit ist nicht nur die eigene Webpräsenz gemeint, sondern auch alle Social Media Aktivitäten und Maßnahmen zur Kunden-Bindung und -Akquise.
Immer am Ball bleiben ist das oberste Gebot!

Welche Marketing Trends uns im neuen Jahr erwarten und wo sich die Kunden finden lassen, erfahrt ihr jetzt:
1. Kurze Videos mit schnellen Cuts 

Ob Insta-Reels oder TikTok-Challenges – seit Beginn der Corona Krise boomen diese Homemade-Videos stärker als je zuvor. Vor allem TikTok verzeichnet enorme Anstiege von Neuanmeldungen und der Nutzungsdauer. Diese Art von Contents wird nicht nur viel mehr konsumiert, sondern auch von den Algorithmen extrem gepusht – auf TikTok, Instagram, Facebook, LinkedIn und Co. Die logische Konsequenz: mehr organsiche Reichweite, Aufmerksamkeit, mehr Engagement. 

Neben dem Format verändert sich auch die Machart der Videos. Statt hochwertigen Aufnahmen ist jetzt Remixing angesagt: Kurze Videos, unterhaltsam, informativ, aktuell und/oder witzig sollten daher in den Content-Planungen für 2021 unbedingt berücksichtigt werden.

2. Shoppen auf den Social Media Plattformen 

Instagram ist vor allem eine visuelle Plattform, die Nutzer inspiriert. Durch die Verknüpfung des Shop–Feeds können Unternehmen ihr Sortiment perfekt darstellen und User direkt auf die Produktseiten verlinken. Mit „Shoppable-Posts“ kann der Kaufprozess nahezu komplett über Instagram oder Facebook abgewickelt werden, ohne dass der Kunde die Plattform gefühlt verlassen muss. Mit den Einschränkungen des Einzelhandels hat die Pandemie auch hier dafür gesorgt, dass die Umsätze auf Instagram massiv gestiegen sind. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen, da die User sich nicht von dieser bequemen Art des Shoppings nicht wieder abrücken werden. Merke: Social Shopping muss auf die Agenda 2021 – auch im B2B Bereich!

3. Influencer Marketing im B2B Business  

Influencer oder auch Content Creators genannt, sind aus dem Bereich B2C nicht mehr wegzudenken. Hier gilt es darauf zu achten, wirklich authentische Personen mit einem hohen Trust bei den Followern zu finden. Denn leider wird in diesen Kreisen allzu oft zuerst über Budgets und Vergütungen gesprochen, ehe es um die Inhalte geht. Das Resultat: Es werden viele Produkte/Angebote/Rabatte/Aktionen vor der Kamera präsentiert, ohne dass die Begeisterung der Influencer (und damit eine ernstgemeinte Empfehlung) dafür spürbar ist.

Auch im B2B Bereich werden Influencer gezielt eingesetzt. Qualitativ hochwertiger und informativer Content, erzählt von Branchen-Insidern, Fachleuten oder sogar der eigenen Mitarbeiter wirkt sich sehr gut auf die Anzahl der Follower und damit auch auf Käufe aus. Oftmals besitzen diese Personen einen sehr hohen Trust-Wert und die Engagement Raten sind schnell über 10%. Mit den richtigen Experten an der Seite können daraus sogar spannende Partnerschaften und Synergien entstehen.

4. Conversational Marketing durch schnelle & smarte Chatbots  

Bots, ein Thema, das vielen ein Dorn im Auge ist, weil der persönliche Kontakt nicht stattfindet und man nur noch mit einem stotternden Roboter zu tun hat. Weit gefehlt, die Bot-Technologie ist mittlerweile so weit ausgereift, dass fast schon realitätsnahe Gespräche möglich sind. Und gerade in Zeiten wie diesen bewähren sich diese Technologien in vielerlei Hinsicht:

Auf den Social Media Plattformen gehören Bots zum Inventar und haben ihren festen Platz in Profilen, Ads und Kampagnen. Aber auch auf Unternehmensseiten werden Chatbots immer öfter als intelligente, personalisierte und automatisierte Gesprächspartner eingesetzt. Beratungsgespräche bzw. kurze Auskünfte müssen also nicht mehr vor Ort stattfinden, sondern werden künftig mehr denn je über Websites oder Social Media stattfinden.

5. Agilität und Technologie 

Natürlich haben sich ganz besonders in diesem Jahr die Anforderungen der Kunden enorm verändert. Die mittlerweile von den Kunden erwartete schnelle Reaktionszeiten auf deren Anliegen stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Stichwort Multi-Channel Marketing. Oder in anderen Worten: Die Verwaltung von Marketing-Budgets auf Basis gesammelter Daten über verschiedene Kanäle hinweg.

Genauso wie der Multi-Channel Vertrieb, in dem alle Vertriebskanäle on- wie offline miteinander synchronisiert und vereinheitlicht werden – von der Markenbotschaft bis zum Preis eines Produktes.

Für Unternehmen ist es also extrem wichtig, smart und schnell in Kundenerlebnisse zu investieren. So entstehen positive Erfahrungen, Unternehmenskontakte und Momente, welche die Entscheidung pro oder contra maßgeblich beeinflussen. Möglich wird dies durch datengetriebene, messbare Abläufe und schnellen Feedback-Loops zwischen Kunde und Unternehmen. Dafür sind neben einem oftmals nötigen organisatorischen Kulturwandel cross-funktionale Teams und neue digitale Fähigkeiten essentiell.