Developer Onboarding ein guter start

Matthias Frank

Technical Director

Das Onboarding neuer MitarbeiterInnen ist vermutlich einer der wichtigsten Aspekte für einen guten und nachhaltigen Start bei einem neuen Arbeitgeber. In diesem Beitrag möchte ich den Prozess etwas näher beschreiben und vor allem auf das technische Onboarding in unseren Entwicklungsteams eingehen.

Warum sollte ich einen UX-Review machen?

Der Bewerbungsprozess ist durch, der Vertrag unterschrieben und abgelegt und der erste Tag bei TOWA steht an. Beide Seiten sind gespannt und freuen sich auf die neuen TeamkollegInnen. Damit der Start bestmöglich und reibungslos funktioniert, gibt es abgestimmte Schritte, die durchgeführt werden.

Der erste Tag ist dabei primär mit Kennenlernen und administrativen Tätigkeiten versehen – u.a. Schulung für HR & Tools (z.B. Zeiterfassung), Übergabe der Arbeitsgeräte, Büroführung und Ähnliches. Neben diesem allgemeinen Onboarding Prozess habe ich in Zusammenarbeit mit den Teams ein Developer-Onboarding entwickelt, das den Start und Integration in die Teams bestmöglich gestalten soll.

Beim Intro-Gespräch am ersten Tag wird zwischen dem fachlichen Vorgesetzten und den neuen TeamkollegenInnen besprochen, was in der ersten Phase ansteht. Hier ist auch der Buddy aus dem Team mit dabei. Der Buddy ist für das Wohlbefinden und Begleiten für die Startphase verantwortlich und bekommt die nötige Unterstützung durch andere TeamkollegInnen aus allen Abteilungen.

Zum Intro-Gespräch gehört auch das Thema “technisches Onboarding”, das ich gerne näher vorstelle.

Technisches Onboarding

Wir haben bei TOWA aktuell 4 Entwicklungsteams, die unterschiedliche Technologie-Stacks beherrschen. Im Allgemeinen liegt der Fokus auf folgenden Projekttypen:

  • CMS Entwicklung mit WordPress und Storyblok

  • Applikationsentwicklung mit Laravel

  • E-Commerce & Enterprise-Level Projekte mit Spryker und Symfony

Damit hergehend kommen einige Technologien und Tools wie Docker, Search-Engines (ElasticSearch, Algolia), CI/CD-Services, Testing, Task-Runner, Hosting-Services und weitere zum Einsatz. Das Ganze kann sich dann schnell aufsummieren und unübersichtlich werden – vor allem wenn man neu im Team ist. Um hier entgegenwirken zu können, wollte ich eine zentrale Stelle mit allen nötigen Informationen und Ressourcen für neue, wie bestehende TeamkollegInnen schaffen.
In der Regel setzen wir Confluence für Dokumentationen und Informationssammlungen ein. Allerdings war mir das zu wenig interaktiv und ich habe begonnen, mit Trello eine Infosammlung auf die Beine zu stellen. Das sieht Stand heute folgendermaßen aus:

Unser Developer-Onboarding Board im Trello
Was beinhaltet das Board?

Das Board beinhaltet alle aktuell eingesetzten Programmiersprachen, Frameworks, Tools & Services, die das gesamte Team verwendet. Wie auch auf dem Bild zu sehen ist, sind die Cards mit Labels versehen, sodass diese je nach Team gefiltert werden können, um nicht relevante Themen ausblenden zu können. Den Aufbau haben wir so gestaltet, dass es für jedes Level an Erfahrung passt.

Wie wir sehen, haben wir das aufbauend strukturiert. Das bedeutet, dass auch VueJS Einsteiger hier einarbeiten können. Erfahrene Entwickler-KollegInnen können dabei einzelne Cards oder das ganze Themengebiet einfach überspringen.

Jede Card bzw. jedes Thema beinhaltet dabei alle nötigen Informationen und Ressourcen, um sich ein- & durcharbeiten zu können. Hier ein Beispiel dazu:

Es sind Ansammlungen von Dokumentationen, Kursen und weiteren Ressourcen beinhaltet. Diese sind bestmöglich aufgeteilt, um strukturiert arbeiten zu können.

Was wir damit unterm Strich erreichen ist, das organisierte Einlernen bzw. Einarbeiten in die Technologien, die bei uns eingesetzt werden. Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass diese Vorbereitungen sehr wertvoll und zeitersparend sind.

Wie wird mit dem Board gearbeitet?

Wenn sich neue TeamkollegInnen zu 100% dem Trello-Board widmen, kommt nach bereits 3-4 Tagen ein „langweiliges“ oder „monotones“ Gefühl auf, da sich die Person noch im Lernprozess befindet. Das ist dann wieder kontraproduktiv zu dem was wir erreichen wollen. Daher ist unsere Idee, die Arbeit in den ersten Wochen gut aufzuteilen, damit neue Teammitglieder nicht nur am Trello-Board arbeiten, sondern so schnell es geht in Projekte integriert werden. Das ist die Aufgabe des Teams. Das bedeutet: Die neuen KollegenInnen werden bereits mit Projekten vertraut gemacht, in Testing-Tasks involviert, kleinere machbare Coding-Aufgaben übergeben, in Reviews involviert, etc…

 

Wie entwickeln wir unser Onboarding weiter?

Das Onboarding ist ein lebender Prozess bei TOWA. Wir holen uns das Feedback von neuen MitarbeiterInnen ein, integrieren neue Themen und aktualisieren bestehende Themen. Es wird auch nie eine perfekte Version vom Onboarding geben, sondern immer nur eine bessere Version davon – das ist auch das Ziel.

Fazit

Das Onboarding neuer TeamkollegInnen ist uns sehr wichtig. Nicht nur auf menschlicher aber auch auf fachlicher Ebene. Mit den zur Verfügung gestellten Tools und der Vorgehensweise haben wir bisher gute Erfahrungen gesammelt und positives Feedback erhalten. Die neuen KollegInnen bekommen die nötige Zeit, um sich einzuarbeiten und werden zugleich in aktuelle Projekte involviert. Durch diese Aufteilung ist eine gute Basis gegeben für optimalen Lern- & Integrationsprozess.

Wie sieht es bei euch aus? Wie gestaltet ihr euer Onboarding? Ich bin ein Fan davon, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Schreibt mich gerne an, wenn ihr mehr Details erfahren oder einfach nur einen Kommentar oder Feedback hinterlassen wollt.